Angekommen

Eine Weile lang ist der Tag nun schon kürzer und dunkler als wir es in den letzten Monaten gewohnt waren. Das triste Grau schlägt uns aufs Gemüt, die Motivation versteckt sich gänzlich im Keller und gleichzeitig steigt die Anziehungskraft des gemütlichen Sofas ins Unermessliche.

Drei Grad, Nieselregen. Ein von Nebelschwaden verhangener Wald hüllt mich in ein tiefes winterliches Graugrün. Die Luft ist nass und schwer. Die Beine glühen, müssen sie sich doch dem steilen, laubbedeckten, vom Regen aufgeweichten Boden erwehren. Der Kopf rebelliert gegen die widrige Umgebung, unterliegt aber dem Kampf gegen den inneren Schweinehund.

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Schlussendlich sind die Höhenmeter überwunden. Der Ausblick auf die vom Nebel zerklüfteten Wälder lässt die Strapazen schnell vergessen. Der Gedanke an die Abfahrt, den Matsch im Gesicht und die querstehenden Räder presst mir ein dickes Grinsen ins Gesicht. Nässe, Kälte und Dunkelheit wie hinweggefegt. Angekommen, in der dunklen Jahreszeit, stürze ich mich den Trail hinab.