Gastbeitrag: Enduroseries Riva – Rennbericht Last National Team

Heute gibt es einen kleinen Gastbeitrag von meinem Enduro-Race-Buddy Johann Mahler über das Specialized Enduroseries Rennen in Riva del Garda. Viel Spaß beim Lesen.

„Nachdem sich in Treuchtlingen alle warmgefahren hatten, ging es in der darauffolgenden Woche per Roadtrip über den Achensee und Latsch im Vinschgau nach Riva an den Gardasee zum zweiten Stop der Sram Enduro Series.

Team Last International in Riva del Garda

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Fuß raus, Gas auf – Enduroseries Treuchtlingen

Am Wochenende war es nun also so weit. Das für uns erste Rennen in diesem Jahr stand auf dem Plan. Wie angekündigt versammelten sich über 400 Zweiradbegeisterte aus allen möglichen Disziplinen zum gemeinsamen Kräftemessen in Treuchtlingen im Altmühltal ein. Unter ihnen große Namen wie Michael Prokop (4X Weltmeister), Rene Wildhaber (Enduro Legende), Nicolas Lau (XC Profi und neuer Enduro Top-Favorit). Wie es bei den richtig schnellen Jungs gelaufen ist kann man mittlerweile überall im Netz nachlesen. Deswegen hier die ganze Geschichte aus unserer Sicht.

Nach einer kühlen und äußerst nassen Anreise aus dem Thüringer Wald waren wir doch sehr verwirrt als, entgegen aller Vorhersagen, der Boden in Treuchtlingen sich nahezu trocken zeigte und sogar die Sonne aus der grauen Masse der Wolken hervorschaute. Nach kurzer Suche war die restliche Bande aus Schweinfurt gefunden und die Räder und Ausrüstung wurden startklar gemacht.

Tobias und Michi beim Training © ndurolife.com

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Angekommen

Eine Weile lang ist der Tag nun schon kürzer und dunkler als wir es in den letzten Monaten gewohnt waren. Das triste Grau schlägt uns aufs Gemüt, die Motivation versteckt sich gänzlich im Keller und gleichzeitig steigt die Anziehungskraft des gemütlichen Sofas ins Unermessliche.

Drei Grad, Nieselregen. Ein von Nebelschwaden verhangener Wald hüllt mich in ein tiefes winterliches Graugrün. Die Luft ist nass und schwer. Die Beine glühen, müssen sie sich doch dem steilen, laubbedeckten, vom Regen aufgeweichten Boden erwehren. Der Kopf rebelliert gegen die widrige Umgebung, unterliegt aber dem Kampf gegen den inneren Schweinehund.

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Schlussendlich sind die Höhenmeter überwunden. Der Ausblick auf die vom Nebel zerklüfteten Wälder lässt die Strapazen schnell vergessen. Der Gedanke an die Abfahrt, den Matsch im Gesicht und die querstehenden Räder presst mir ein dickes Grinsen ins Gesicht. Nässe, Kälte und Dunkelheit wie hinweggefegt. Angekommen, in der dunklen Jahreszeit, stürze ich mich den Trail hinab.

7 Tage

Verrückt was das Wetter mit uns in den letzten Tagen anstellt. Vor gut einer Woche hatten Michi, Hans, Tobs und ich einen super Nachmittag im Rudolstädter Dirtpark. Sonne, Schweißperlen und verdammt gute Laune. Gestern wühlte ich mich gemeinsam mit Jens durch etwa 15 Zentimeter Neuschnee die Ilmenauer Trails hinab. Verrückt.

iXS GDC #2 Ilmenau – Rennbericht

Vorletztes Wochenende fand in Ilmenau der zweite Lauf zum iXS German Downhill Cup statt. Die gute Wettervorhersage und die vielen bekannten Gesichter auf der Starterliste ließen die Vorfreude auf ein tolles Rennwochenende steigen. Das Training am Freitag begann bei bestem Wetter. Durch die vielen Fahrer und einige Streckensperrungen schafften Hannes und ich jedoch nur drei Trainingsläufe. Sich an die technische Strecke gewöhnen und nach schnellen Linien suchen war zunächst die Devise, denn an der Strecke wurden wieder einige Stellen im Vergleich zum Vorjahr geändert. Die erste Sektion im oberen Teil wurde neu abgesteckt und erwieß sich als technisch und verzog einem kaum Fehler in der Linienwahl. Auch der Rest der Strecke lässt einem kaum eine Sekunde zum Durchatmen. Schnelle Passagen kombiniert mit anspruchsvollem Untergrund erforderten hundertprozentige Konzentration.

Gut motiviert und erholt ging es dann am Samstag in das Pflichttraining. Noch einmal die Linen checken, locker werden und den Kopf freibekommen. Dann stand auch bereits der Seeding Run vor der Tür. Mit meinem 120ten Platz von rund 170 Startern in der Hobby-Klasse war ich jedoch nicht wirklich glücklich. Der Kopf wollte scheinbar doch noch nicht so richtig und ich hing zu sehr an der Bremse. Jedoch funktionierten alle Linien, was mich doch recht positiv stimmte.

Vor dem Rennlauf am Sonntag fuhr ich noch zwei direkte Trainingsläufe. Diese schienen mir von der Geschwindigkeit schon deutlich besser als der Seeding Run vom Vortag. Relativ entspannt ging es dann gegen Nachmittag zum eigentlichen Finallauf. Dieser klappte ziemlich gut und ich hatte ordentlich Spaß unterwegs. Alle Linien getroffen, deutlich flowiger und schneller unterwegs gewesen. Am Ende reichte es mit meiner 2:33er Zeit somit für den 106ten Rang von 170 Startern. Auch wenn ich gern in die Top100 gefahren wäre, war ich ingesamt zufrieden mit dem Rennen. Für Hannes lief es sehr gut und er sicherte sich einen tollen 15ten Platz. Flo bestritt sein erstes Downhillrennen und war mit seinem 109ten Platz auch zufrieden denke ich.

Hatakata hat einen seiner schnellen Trainingsläufe gefilmt und auf mtb-news zur Verfügung gestellt. Er ist im Rennlauf eine 2:17er Zeit gefahren. Das Video vermittelt einen guten Eindruck über die technisch anspruchsvolle Strecke. Durch einen Klick auf das Bild gelangt ihr zu mtb-news.

Fotos von Michi und Johannes. Danke!